Die häufigste Form der Multiplen Sklerose ist die schubförmig remittierende MS, die auch als rezidivierend-remittierende MS bezeichnet wird (ca. 40 % der MS-Fälle). Bei Patienten mit schubförmig remittierender MS kommt es zu zeitlich unvorhersehbaren Schüben von Symptomen. Zwischen den einzelnen Schüben liegen Phasen, in denen der Patient nur wenige Symptome aufweist oder ganz symptomfrei ist (die so genannten Remissionsphasen). In den Remissionsphasen bilden sich die Symptome, die während des Schubs auftraten, vollständig oder teilweise wieder zurück.
Bei einigen Patienten mit schubförmig remittierender MS verschlechtert sich der Gesundheitszustand mit jedem Schub dauerhaft, zwischen den Schüben bleibt er jedoch stabil. Diese Verlaufsform wird als "fortschreitende schubförmig remittierende MS" bezeichnet.
Bei Patienten mit schubförmig remittierender MS ist der Krankheitsverlauf fortschreitend: Nach 10-15 Jahren geht die Krankheit bei ca. 50-60 % der Patienten in eine sekundär progrediente MS über.