Es gibt keine Standardform der MS. Dennoch sind bestimmte Faktoren für den Langzeitverlauf und die Folgen der Erkrankung von erheblicher Bedeutung.
- Bei geringer Behinderung in den ersten fünf Jahren bleiben zwei Drittel der MS-Patienten auch über 15 Jahre hinweg relativ stabil.
- Bei einer schnellen Zunahme der Behinderung von Beginn an muss nach 15 Jahren mit einer ausgeprägten Behinderung gerechnet werden.
Als Anhaltspunkte für einen günstigen Verlauf der Erkrankung gelten:
- Empfindungs- und Sehstörungen als Erstsymptome
- vollständige Remission der Beschwerden nach einem Schub
- keine Behinderung nach einem Zeitraum von fünf Jahren
Die folgenden Anzeichen sprechen für einen weniger günstigen Verlauf:
- Lähmungserscheinungen zu Beginn der Erkrankung
- bereits anfänglich auftretende, fortschreitende Ausfälle
- höheres Lebensalter bei Krankheitsbeginn
- hohe Schubrate im Krankheitsverlauf
Weitere wichtige Fakten zur MS:
- MS ist keine tödliche Krankheit. Nur wenige Erkrankte sterben an den Komplikationen einer weit fortgeschrittenen MS.
- Die Lebenserwartung von Patienten mit MS entspricht in etwa der Lebenserwartung von nicht erkrankten Mitmenschen.
- Etwa die Hälfte aller Betroffenen kann mit einem relativ günstigen Verlauf ohne schwerwiegende Einschränkungen rechnen.