Die Ansicht, dass auch Umweltfaktoren einen Einfluss auf die Entstehung der Multiplen Sklerose haben könnten, ist weit verbreitet. Die Mediziner sind sich der Tatsache bewusst, dass die MS-Erkrankungsrate mit der Entfernung zum Äquator steigt. In Kanada und in den nordeuropäischen Ländern (insbesondere z. B. in den Ländern Skandinaviens und in Schottland) besteht eine hohe Inzidenz an MS, was darauf hindeuten könnte, dass die Bevölkerung dieser Länder besonders empfänglich für diese Krankheit ist.
Es ist deshalb wahrscheinlich, dass eine Mischung aus genetischen Faktoren und Umweltfaktoren für das Auftreten einer MS verantwortlich ist: Menschen, die eine familiäre Veranlagung haben und die außerdem bestimmten, noch unbekannten Umweltfaktoren ausgesetzt sind, entwickeln mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Autoimmunerkrankungen wie die MS.