Kontrolle der Augenbewegungen
Weitere Untersuchungsverfahren sind beispielsweise die Elektronystagmographie oder die Videookulographie. Dabei handelt es sich um Formen der elektrischen bzw. videotechnischen Aufzeichnung von rhythmischen Augenbewegungen.
Die normale Beweglichkeit der Augen kann bei Patienten mit MS - bedingt durch die Demyelinisierung im Hirnstamm und im Kleinhirn - gestört sein. Deshalb deutet eine gestörte visuelle Reaktion auf einen Reiz (im Allgemeinen ein Bildmuster auf einem Monitor) auf Sehstörungen hin.
Untersuchung des Blinzelreflexes
Mit der Untersuchung des Blinzelreflexes wird die Funktion der Nervenzellen des Hirnstamms überprüft, die eben für diesen Reflex verantwortlich sind. Bei MS-Patienten sind diese Zellen häufig von Veränderungen betroffen. Der Reflex wird durch einen elektrischen Impuls über der Augenbraue ausgelöst und über Elektroden, die auf der Haut der Augenlider angebracht werden, abgeleitet. Für MS typisch sind Ausfälle oder Verzögerungen der Reflexantwort.